Elbphilharmonie Hamburg

 

Elbphilharmonie als Hamburger Wahrzeichen

Der Neubau der architektonisch hervorstechenden Elbphilharmonie befindet sich an der westlichen Spitze der Hafencity in Hamburg und wird am 11. Januar 2017 feierlich eröffnet. Besucher können sich dann auf eine Bandbreite unterschiedlicher Musikstücke und Konzerte über der Elbe freuen. Das Repertoire wird dabei nicht nur Kammermusik oder Musik aus der Renaissance abdecken, sondern auch genügend Spielraum für Popmusik, Jazz und Musik aus unserer Weltgeschichte lassen. So sind für jeden Musikliebhaber die passenden Klänge dabei. Zum Ziel haben sich die Verantwortlichen gesetzt, die Musik in Hamburg mehr zu etablieren. Zur Eröffnung wird es Uraufführungen von musikalischen Werken heutiger Komponisten geben. Ein Höhepunkt wird die Produktion „Call me Good“ von und mit John Malkovich sein. Tickets für die ersten Konzerte können Sie schon jetzt erwerben.

Vater der Elbphilharmonie, die geistigen Eltern ..

sind der Architekt Alexander Gerard und seine Frau, die Kunsthistorikerin, Jana Marko. Die beiden hatten die Idee und arbeiteten jahrelang für das Projekt, bis sie schließlich aus dem Vertrag “herausgekauft” wurden.
Der Hamburger Senat legte die Verantwortlichkeit 2004 in die Hände des Manager Hartmut Wegener, der allerdings 2008 ebenso vom Senat wieder abgelöst wurde. Fortan übernahmen das Architektenbüro Herzog& de Meuron und die Hochtief AG die Arbeiten.

Die Entstehung der Elbphilharmonie in Hamburg

Als Ausgangsbasis der jetzigen Elbphilharmonie diente im Jahr 1875 der Kaiserspeicher, der sich südlich der heutigen Hamburger Speicherstadt befindet. Allerdings wurde dieser während des Zweiten Weltkrieges zerstört. Daraufhin entwarf der Hamburger Architekt Werner Kallmorgen einen neuen Kaispeicher A, der zunächst zur Lagerung von Tee, Kakao und Kaffee genutzt wurde. Der Speicher verlor in den 90er Jahren auf Grund des Einsatzes von Containerschiffen jedoch nach und nach seine Bedeutung und der Speicher blieb unbenutzt.
Später wurde der Speicher saniert und weitere Stahlbetonpfähle fanden ihren Platz. 2010 wurde endlich das 29. Stockwerk fertig gestellt und damit auch das letzte der geplanten Konzerthalle. Nach mehreren Monaten Baustopp wurde mit dem Innenausbau begonnen. Wert gelegt wurde vor allem darauf, dass die Akustik der Halle optimal ist und so einen besonderen Musikabend garantiert. Erreicht werden sollte die perfekte Akustik durch den Einbau von mehr als 10.000 Wand- und Deckenelementen, die allesamt aus einer Mischung aus Naturgips und Altpapier bestehen. Außerdem machten sich die Architekten des Kunstwerks Klangberechnungen mit 3D-Modellen am Computer zu Nutze. 2014 wurde die Elbphilharmonie bereits von außen fertiggestellt. Eröffnet werden soll sie im kommenden Januar 2017.

Die Plaza zwischen dem alten Speicher und dem gläsernen Neubau als touristische Attraktion

Ein besonderes Highlight bietet allen Hamburg Besuchern bereits jetzt die rund 4000 Quadratmeter große Plaza, die sich auf 37 Metern Höhe befindet. Sie lädt zu einem 360 ° Rundgang zwischen dem historischen und dem neuen Part der Elbphilharmonie ein, sodass Sie durch einen Blick auf die Außenfassade die Vorfreude auf die Eröffnung sicherlich steigern können. Gleichzeitig bietet sie einen Panoramablick über den Hamburger Hafen und die eigentliche Stadt. Der Platz ist öffentlich und Tickets sind bei einem spontanen Besuch bis mindestens zum Jahr 2018 kostenlos. Wer jedoch zu einem bestimmten Zeitpunkt kommen möchte, kann sich über das Internet ein Ticket für zwei Euro sichern.

Das Gebäude der Elbphilharmonie besticht durch Kontraste

Die Elbphilharmonie ist durchzogen von Kontrasten, die sich besonders in dem Aufbau des Gebäudes in einer Kombination von alt und neu widerspiegeln. Während der historische Kaispeicher A das Fundament bildet, wird der moderne Part von dem geschwungenem und gläsernem Neubau übernommen. Das Zentrum des Bauwerks bildet der Große Konzertsaal inklusive Klangreflektor. Um die Musik zu jedem Besucher zu tragen und eine Verbindung zwischen Publikum und Orchester entstehen zu lassen, befindet sich das Orchester in der Mitte des Saales. Mit maximal 30 Metern Entfernung zum Orchester genießt der Zuhörer eine Nähe zur Musik wie nur selten weltweit möglich. Neben dem Großen Konzertsaal gibt es den Kleinen Konzertsaal, der Platz für bis zu 550 Musikbegeisterte lässt und für unterschiedliche Musikstücke optimal genutzt werden kann. Als weiteren Saal gibt es das Kaistudio. Dieser liegt in der Mitte des Kaispeichers und bietet um die 170 Plätze. Schon jetzt erregt die Konzerthalle damit weltweit Aufsehen und soll Hamburg eine Anerkennung als internationalen Kulturstandort einbringen. Interessant zu wissen ist außerdem, dass das Gebäude sehr gut isoliert ist. Musik kann demnach nicht draußen zu hören sein.